DiGA: Gesundheits-Apps werden populärer
Düsseldorf. Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, gewinnen in Deutschland an Bedeutung. Diese Apps zur Gesundheitsversorgung sind seit 2020 für alle gesetzlich Versicherten verfügbar. Sie können bei diversen Erkrankungen hilfreich sein – zum Beispiel bei Depressionen, Diabetes oder Migräne.
Allerdings sind diese digitalen Helfer noch wenig bekannt: Laut einer aktuellen Umfrage von Pharma Deutschland weiß nur etwa jeder Vierte, dass DiGA zur Gesundheitsversorgung gehören. Doch wer sie kennt, nutzt sie offenbar: Die Nutzung der zertifizierten Medizinprodukte nimmt stetig zu.
Zwischen 2020 und 2023 wurden laut Pharma Deutschland insgesamt 374.000 DiGA eingelöst. Besonders stark war der Anstieg im Jahr 2023: Mit mehr als 200.000 Verschreibungen lag der Wert um 66 Prozent höher als im Vorjahr. Auch die Anzahl der verfügbaren Anwendungen wachse kontinuierlich. Ende 2023 waren 49 DiGA entweder dauerhaft oder vorläufig zugelassen, nun sind es 69 (Stand 1. April 2025).
Ärztinnen und Ärzte verschreiben digitale Therapien zunehmend, und die Nachfrage bei Patientinnen und Patienten steigt. Laut Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, sind sie mittlerweile fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung.