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BankenVisa bietet 100 Millionen Dollar für Apples Kreditkarte

Goldman Sachs versucht schon länger, sich vom Geschäft mit dem Tech-Unternehmen zu trennen. Bei der Übernahme könnte Apple auch zu einem anderen Kreditkartennetzwerk wechseln.Robert Laubach 04.04.2025 - 10:30 Uhr Artikel anhören
Tim Cook: Der Apple-CEO stellte die Apple-Kreditkarte im März 2019 vor. Foto: AFP

Düsseldorf. Die großen Kreditkartenanbieter kämpfen um das Geschäft mit Apple. Visa bietet im Wettstreit mit den Konkurrenten Mastercard und American Express nun eine Zahlung von 100 Millionen Dollar vorab, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Dienstag berichtete. Angebote dieser Art gibt es in der Regel nur für die wichtigsten Kreditprogramme, wie etwa das des US-Einzelhandelsriesen Costco. Bislang steht Mastercard hinter der Apple-Kreditkarte.

Apple braucht neben einem neuen Kreditkartenanbieter auch einen neuen Bankpartner für die Ausgabe der eigenen Kreditkarte. Die bisherige Bank Goldman Sachs zieht sich aus dem Geschäft mit Konsumentenkrediten zurück. Seit Monaten schon bewerben sich verschiedene US-Banken um die Nachfolge.

Die Banken warten nun auf eine Entscheidung bei den Kartenanbietern. Apple wird sich voraussichtlich erst für ein Netzwerk entscheiden, bevor es eine Bank für das Geschäft auswählt. Nur American Express bewirbt sich um beide Rollen. Beobachter erwarten, dass Mastercard ebenfalls ein umfangreiches Angebot abgeben wird, um das Geschäft zu behalten.

Das Apple-Kreditkartenprogramm hat ein Bilanzvolumen von rund 20 Milliarden US-Dollar und ist damit eines der größten Co-Branding-Geschäfte, die die Herausgeber von Kreditkarten betreiben. Doch für die Unternehmen ist das Apple-Geschäft noch aus einem anderen Grund besonders interessant: Der Apple-Zahlungsdienst Apple Pay wird für Konsumenten immer häufiger zur zentralen Zahlungsplattform.

Mit Apple Pay können Nutzer von Apple-Produkten wie dem iPhone oder der Apple Watch mit ihren Geräten kontaktlos zahlen. Zudem bietet das Unternehmen auch ein Sparkonto an. Die neuen Partner im Kreditkartengeschäft könnten Teil des umsatzstarken Apple-Ökosystems werden.

Apple-Kreditkarte ist bisher nur in den USA verfügbar

Trotz dieser Vorteile war das Geschäft mit Konsumentenkrediten für Goldman Sachs nicht profitabel genug. Zudem mussten Apple und die Investmentbank im vergangenen Jahr eine Strafe von rund 89 Millionen Dollar zahlen, weil die Unternehmen laut US-Behörden Kundenbeschwerden häufig nur mangelhaft bearbeitet hatten.

Die größten Interessenten für die Nachfolge von Goldman Sachs sind laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters die US-Großbank JP Morgan Chase, das britische Institut Barclays und die auf Bezahlsysteme spezialisierte Finanzfirma Synchrony Financial.

Das Geschäft könnte vor allem international wachsen, sollte der Nachfolger von Goldman Sachs die Karte auch auf den internationalen Markt bringen. Bislang ist die Apple Card nur in den USA verfügbar.

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Erstpublikation: 02.04.2025, 16:10 Uhr.

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