Umfragen: AfD boomt, Union schwach – diese Daten zeigen die Hintergründe
Berlin. Eigentlich sollten Umfragen wenige Wochen nach einer Wahl zu einer gewissen Gelassenheit führen. Aber die Union hat inzwischen teils deutlich in der Wählergunst verloren, während die AfD immer stärker wird. In einer am Mittwoch veröffentlichten Ipsos-Umfrage liegt die in Teilen rechtsextreme Partei nun zum ersten Mal vor CDU und CSU auf dem ersten Platz.
Dass es so weit kommen könnte, war absehbar, da sich der Trend schon in anderen Umfragen abzeichnete. Trotzdem ist die Unruhe in der Union groß. „Diese Meinungsumfragen sind bitter für uns“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsbundestagsfraktion, Thorsten Frei (CDU), in der ARD. Zu möglichen Ursachen sagte der Vertraute von CDU-Chef Friedrich Merz nichts.
Frei zeigte sich vielmehr davon überzeugt, dass man der Entwicklung „nur mit guter praktischer Politik begegnen“ könne. CDU-Chef Friedrich Merz sieht im Koalitionsvertrag eine „sehr, sehr gute Grundlage“, um die AfD wieder zurückzudrängen, wie er am Mittwoch sagte.
Wie ist der Boom für die AfD zu erklären? Und warum neigen viele Wählerinnen und Wähler zu den Rechtspopulisten? Das Handelsblatt hat die Hintergründe auf Basis von Umfragedaten verschiedener Meinungsforschungsinstitute analysiert.