Musterdepot: So kann Gold Ihr Depot stabilisieren
München. Die derzeitige Volatilität an den Märkten ist symptomatisch für ein Jahrzehnt, das bislang von extremen Gegensätzen geprägt ist. In diesen „Roaring 2020s“ haben die US-Börsen bereits drei Mal Korrekturen von über 20 Prozent durchlaufen – und sich ebenso oft kraftvoll zurückgemeldet. Jahre wie 2021 und 2024 brachten Anlegern teils zweistellige Renditen, während andere Phasen von geopolitischen Spannungen, Inflationsängsten und abrupten geldpolitischen Kurswechseln überschattet wurden.
Wir erleben ein Marktumfeld, in dem starke Kursanstiege und -stürze oft nur wenige Handelstage auseinanderliegen – ein Spiegelbild einer zunehmend fragmentierten und unberechenbaren Weltordnung.
Diese Entwicklung spiegelt sich eindrucksvoll auch im Goldpreis wider – dem derzeit wohl letzten verlässlichen sicheren Hafen in geopolitisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Die Feinunze kletterte in dieser Woche auf den Rekordpreis von 3500 US-Dollar und verzeichnet allein seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von mehr als 30 Prozent. Der US-Dollar und Staatsanleihen mit erstklassiger Bonität können ihrer traditionellen Rolle als sicherer Hafen nicht gerecht werden.
Für Anleger stellt dieses Marktumfeld eine besondere Herausforderung dar – insbesondere für gemischte Portfolios, die überwiegend aus Anleihen und Aktien bestehen. Aus meiner Sicht ist es für viele Investoren an der Zeit, ihre Anlagestrategie grundlegend zu überdenken.