Start-up-Investor: Neue Wendung – Florian Fritsch aus Gefängnis entlassen
Düsseldorf, Berlin. Der unter Betrugsverdacht stehende Investor Florian Fritsch ist wenige Wochen nach seiner Festnahme wieder auf freiem Fuß. Dies bestätigten das Landesgericht Wien und Fritschs Verteidiger Norbert Wess auf Nachfrage. Fritsch sei am vergangenen Samstagvormittag aus dem Gefängnis entlassen worden, sagte Wess.
Fritsch war am 13. März aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Wien in Regensburg festgenommen und kürzlich aus der Justizvollzugsanstalt Nürnberg nach Österreich ausgeliefert worden.
Die Strafverfolger in Wien werfen dem Investor unter anderem vor, bis zu 14 Kilogramm Gold aus einem Wiener Depot entwendet zu haben, in dem seine Frau geschäftsführende Gesellschafterin ist. Zudem geht es um mutmaßlich falsche Abrechnungen über Hunderttausende Euro.
Vor dem Wiener Landesgericht fand nun eine Haftprüfung statt. Das Gericht sah im Anschluss keine ausreichenden Gründe für eine weitere Inhaftierung. Die „Kronenzeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.
Für einen Großteil der Vorwürfe geht das Gericht laut einem Sprecher lediglich von einem einfachen, aber nicht von dem für eine weitere Haft erforderlichen dringenden Tatverdacht aus. Das Gericht nimmt zudem auch keine Fluchtgefahr sowie Tatbegehungsgefahr an. Darunter versteht das österreichische Recht, dass ein Angeklagter weitere Straftaten verüben könnte.