Berkshire Hathaway: Buffett tritt zum Jahresende zurück
Omaha. Ruhig sitzt er da, die Hände vor sich auf dem Tisch verschränkt, vor sich zwei Dosen Coca-Cola – so, als wäre alles wie immer. „Ich sehe hier auf dem Bildschirm vor mir eine Warnung blinken, wir haben noch fünf Minuten“, sagt Warren Buffett am Samstagnachmittag zum Ende der Hauptversammlung seines Unternehmens Berkshire Hathaway in Omaha. Daher wolle er mit den 40.000 Aktionären im Saal noch eben etwas besprechen. Es wird still. „Die Zeit ist gekommen, dass Greg den CEO-Posten zum Jahresende übernimmt“, sagt Buffett, den Blick vor sich auf den Tisch gesenkt. Details sollen bei der Verwaltungsratssitzung am Sonntag diskutiert werden.
Es ist eine Überraschung für fast alle im Saal. Selbst Greg Abel, der stellvertretende Verwaltungsratschef, der längst große Teile des operativen Geschäfts leitet und neben Buffett auf der Bühne sitzt, weiß nichts davon. Nur Buffetts Kinder Howard und Susie, die ebenfalls in Berkshires Kontrollgremium sitzen, seien informiert.
Der Verwaltungsrat solle die Nachricht nun erst einmal verdauen und dann am Sonntag wichtige Fragen mit Buffett diskutieren. „Ich denke, die Entscheidung wird am Ende einstimmig sein“, so Buffett. Danach würden alle nötigen Schritte eingeleitet, um die Amtsübergabe zu vollziehen.