Übernahme: Unicredit baut Gewinn aus – und stichelt gegen die Commerzbank
Frankfurt. Der italienischen Großbank Unicredit ist ein guter Jahresstart gelungen. Das Mailänder Institut, das die deutsche Commerzbank übernehmen will, baute seinen Gewinn im ersten Quartal um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro aus. „Wir haben das beste Quartalsergebnis in der Geschichte der Unicredit und das siebzehnte Quartal mit profitablem Wachstum in Folge erzielt“, sagte Vorstandschef Andrea Orcel.
Unicredit vergrößere damit den Abstand zu seinen Wettbewerbern. Orcel will neben der Commerzbank auch den heimischen Konkurrenten Banco BPM kaufen. Er werde beide Geldhäuser aber nicht um jeden Preis übernehmen, sondern nur zu Konditionen, die für die eigenen Aktionäre attraktiv seien, bekräftigte Orcel am Montag.
„Wir haben keinen Druck, Übernahmen zu stemmen, weil wir uns auch alleine deutlich besser entwickeln werden als unsere Konkurrenten“, sagte der gebürtige Römer. Daran werde sich in den nächsten drei bis vier Jahren nichts ändern.
Nichtsdestotrotz habe das Management in allen 13 Ländern, in denen Unicredit tätig sei, Übernahmemöglichkeiten identifiziert, erklärte Orcel: „Einige davon sind bekannt, einige aber auch nicht.“ Sobald es im Interesse der eigenen Aktionäre sei, diese Möglichkeiten anzugehen, werde er das tun, kündigte der langjährige Investmentbanker an.