Immobilien: „Mein Herz blutet“ – der emotionale Abschied des Vonovia-Chefs
Frankfurt, Düsseldorf. Der scheidende Vonovia-Chef Rolf Buch sieht den größten deutschen Immobilienkonzern nach dem Ende der Branchenkrise wieder auf Expansionskurs. „Jetzt ist wieder Zeit für Wachstum“, sagt Buch in seinem vorab im Internet veröffentlichten Redetext für die virtuelle Hauptversammlung in der kommenden Woche. „Nach unserem Turnaround können wir die Vorteile unserer Plattform und die Vorteile durch die Integration der Deutschen Wohnen nun erstmals voll nutzen.“
Vonovia wolle Dienstleistungen rund ums Wohnen, Projektentwicklungen und den Einzelverkauf von Wohnungen vorantreiben. Das Unternehmen müsse auch wieder mehr, schneller und günstiger bauen. „Das Potenzial auf unseren Grundstücken gibt fast 70.000 neue Wohneinheiten her“, sagte Buch. Vonovia wolle zudem mehr investieren und neue Geschäftsfelder entwickeln.
Seine Prognosen für das laufende Jahr und seine Mittelfristziele bekräftigt Buch. Er hatte Anfang Mai verkündet, den von ihm geprägten Konzern zum Jahresende verlassen zu wollen. Nachfolger des seit 2013 amtierenden Buch wird der ehemalige SAP-Manager und Vodafone-Finanzchef Luka Mucic.
Der ehemalige Bertelsmann-Manager Buch war 2013 an die Spitze der heutigen Vonovia – der ehemaligen Deutschen Annington – gerückt und hatte den Konzern an die Börse geführt. Bis zur Übergabe an Mucic werde er „Vonovia mit voller Energie“ führen, versicherte Buch: „Ich werde meinem Nachfolger ein ordentlich bestelltes Haus besenrein übergeben.“