Private Equity: Blackstone-Manager – „Wir investieren trotz Krise“
New York. Der operative Vorstand des Private-Equity-Unternehmens Blackstone wehrt sich gegen den USA-Pessimismus, den viele Investoren und Ökonomen derzeit verbreiten. „Wir glauben weiter an Amerikas Stärke. Die Liquidität des US-Marktes und die Innovationskraft unserer Technologieunternehmen werden weiterhin Kapital anziehen“, sagte Jon Gray im Interview mit dem Handelsblatt. „Damit werden die USA weiterhin stärker wachsen als alle anderen großen Industrienationen.“
Die USA haben lange Zeit von globalen Kapitalflüssen ins Land profitiert. Seit der Verschärfung des Zollstreits Anfang April haben einige Investoren aber stärker in andere Regionen investiert – etwa in Europa und Japan. Auch Gray sieht dort Chancen, setzt aber weiterhin auch auf die USA: „Es gibt für uns kein Entweder-oder.“
Sorgen macht sich Gray indes über die hohen Staatsschulden der USA. „Ich sehe keine akute Krise. Aber die USA und andere entwickelte Länder sollten ihre Schulden abbauen“, betonte der Manager, der als Nachfolger von CEO Stephen A. Schwarzman gilt.