Banken: Landesbanken beschleunigen Stellenabbau
Frankfurt. Bei den großen deutschen Landesbanken hat sich der Rückgang der Mitarbeiterzahlen im vergangenen Jahr in Summe beschleunigt. Das zeigt eine Auswertung von Bloomberg News.
Bei der BayernLB, der NordLB, der Helaba und der LBBW waren Ende 2024 insgesamt 432 Personen weniger beschäftigt als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2023 hatte sich das Minus noch auf 107 belaufen. Allerdings gab es bei der Stellenentwicklung deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Banken.
Während LBBW und Helaba mehr Mitarbeiter zählten als im Vorjahr, beschäftigten NordLB und BayernLB jeweils weniger Leute. Genau diese Aufteilung hatte sich bereits für das Jahr 2023 gezeigt.
Grund für die Personalrückgänge sind Umbauprogramme. Bei der NordLB hatten sie mit der milliardenschweren Rettung der Bank im Jahr 2019 zu tun, während die BayernLB ihre Tochter DKB auf Effizienz trimmte.
Es folgen die Zahlen im Detail. Grundlage bilden die Geschäftsberichte, die inzwischen vorliegen, sowie Rückfragen bei den Banken.
LBBW: plus 343 Mitarbeiter
Den größten Mitarbeiterzuwachs unter den Landesbanken gab es 2024 im LBBW-Konzern. Die Zahl der Beschäftigten kletterte zum Jahresende auf 10.777. Das waren 343 mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als 96 Prozent arbeiteten in Deutschland. Wichtigste Region außerhalb Europas war Asien-Pazifik mit 155 Beschäftigten. Die Niederlassung in Singapur feiert in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen. Die Aktivitäten in Asien sollen ausgebaut werden.
Helaba: plus 109 Mitarbeiter
Der Helaba-Konzern beschäftigte Ende 2024 insgesamt 6.592 Mitarbeiter und damit 109 mehr als ein Jahr zuvor. Der Personalaufbau erfolgte im Wesentlichen im IT-Bereich sowie in den Sparten WI-Bank und GWH. Bei der Personalplanung rückt zunehmend der demografische Wandel in den Blickpunkt. Bis Ende der 2030er Jahre wird die Hälfte der Beschäftigten in Rente gehen. Der Anteil der Unter-30-Jährigen in der Bank soll daher gesteigert werden. 2024 wurde die Zahl der Angebote für Praktika und Traineeprogramme erhöht.
NordLB: minus 235 Mitarbeiter
Bei der NordLB sank die Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2024 noch einmal um 235 auf damit 3.902. Die Bank war 2019 gerettet worden und versprach in diesem Zusammenhang, sich zu verkleinern. Der Schrumpfkurs könnte nun allerdings beendet sein. Personalchef Thorsten Christoffer hatte im März im Bloomberg-Interview gesagt, die NordLB stelle nach dem Personalabbau der vergangenen Jahre „punktuell auch wieder Mitarbeiter ein“.
BayernLB: minus 649 Mitarbeiter
Den mit Abstand deutlichsten Mitarbeiterrückgang unter den Landesbanken gab es im BayernLB-Konzern. Hier waren zu Jahresende 2024 noch 7.592 Menschen beschäftigt, ein Minus von 649 im Vergleich zu Ende 2023. Grund dafür war die Berliner Tochter DKB. Dort lief das Umbauprojekt „Fit4Growth“ und gleichzeitig wurde die Sparte Bayern Card-Services mit einem Wettbewerber verschmolzen – viele Stellen fielen weg. Bei der BayernLB selbst stieg die Zahl der Mitarbeiter.