China: Labubu bringt frischen Wind in die Sammlerszene
Düsseldorf. Die Welt war endlich in der Zeit der Panini-Alben. Ein Fußballkader umfasst bei einer Weltmeisterschaft höchstens 23 Spieler. Ist das Album voll, ist für den Anbieter das Geschäft gemacht. Anders die Welt der Labubus. Die Monster mit dem freundlichen Antlitz erscheinen mit ständig neuen Eigenschaften.
Jede Generation von Kindern hat ihre Sammelleidenschaft. Eltern verschiedener Jahrzehnte können aufzählen, welche Eigenheiten eines der Wesen der „rare cards“ von Yu-Gi-Oh! hatte. Oder wie viel Taschengeld für Gogos binnen einer Stunde in Plastikmüll von morgen verwandelt werden kann.
Wenn Erziehungsberechtigte Pech haben, tönt noch heute ein „Törööööö!“ durch die Kinderzimmertür und strapazierte Elternohren wünschten einen Elefanten herbei, der das nun nächste Kultobjekt der Pausenhöfe zertrampelt.
Labubu: Die 6 Faktoren des erfolgreichen Kults
Labubu heißt das neunzähnige Monster, bereits 2015 ersonnen von dem Niederländer Kasing Lung. Der Siegeszug begann, nachdem 2019 der chinesische Spielzeughersteller Pop Mart die Vermarktung übernahm.
Bisweilen werden Labubus beschrieben als Figuren mit einem „unverwechselbaren“ Design.
Dabei lassen sich sowohl an der Gestaltung wie auch an der Vermarktung prototypisch die Merkmale der Inszenierung eines Hypes ablesen.