Industrie: Trump senkt Hoffnungen in der Chemiebranche für 2025
Frankfurt. Die deutsche Chemieindustrie geht ohne Anzeichen für eine nennenswerte Erholung ins zweite Halbjahr. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erwartet für 2025 einen Produktionsrückgang von zwei Prozent in der Branche. Etwa 40 Prozent der Chemiefirmen klagen aktuell über Auftragsmangel, teilte der VCI am Donnerstag mit.
In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere große deutsche Chemiekonzerne wie BASF und Covestro ihre Gewinnprognose heruntergesetzt. Für die Gesamtwirtschaft ist das ein schlechtes Signal. Die Chemie gilt wegen ihrer weltweiten Präsenz in nahezu allen Segmenten der verarbeitenden Industrie als guter Gradmesser für die Konjunktur.
Im ersten Halbjahr sank der Umsatz der deutschen Chemie- und Pharmabranche gemessen am Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent auf 107 Milliarden Euro. Im reinen Chemiegeschäft lag der Rückgang bei zwei Prozent.
Chemiebranche hofft auf 2026 und das Investitionsprogramm des Bundes
Es zeigt sich, dass sich die Hoffnungen auf eine nachhaltige Belebung im zweiten Quartal und auf bessere Aussichten für den Rest des Jahres nicht eingestellt haben – im Gegenteil. „Es zeichnet sich keine Trendwende ab“, sagte VCI-Präsident Markus Steilemann. Die Hoffnungen ruhen nun auf 2026 – und darauf, dass das Investitionsprogramm der Bundesregierung die Konjunktur anstößt.