Logistik: „Von Krisenmodus weit entfernt“ – Dachser geht auf Expansionskurs
Memmingen. Die neuen Zölle und Handelskonflikte werden die Warenströme in der Welt verändern. Der Logistikkonzern Dachser sieht darin für sich auch Chancen. „Je schwieriger die Zeiten, desto eher sind wir, ist die Logistik gefordert“, sagte Konzernchef Burkhard Eling dem Handelsblatt. Der Konzern will daher sein Netz stark ausbauen – auch durch Akquisitionen. „Wir wollen antizyklisch weiter in Zukäufe investieren.“
Das Familienunternehmen wurde vor fast 100 Jahren als Transporteur von Milch- und Käseprodukten in Kempten gegründet. Die Idee war es, Käse ins industrialisierte Rheinland zu bringen, und auf dem Rückweg Industriegüter ins wenig industrialisierte Allgäu. Heute ist Dachser mit 37.300 Beschäftigten einer der großen globalen Anbieter.
Im ersten Halbjahr legten die Umsätze des Konzerns um 6,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu, wie das Handelsblatt exklusiv erfuhr. Das organische Wachstum, also ohne Akquisitionen, lag bei 1,1 Prozent. Trotz des schwierigen Umfelds gelte laut Eling: „Von Krisenmodus sind wir weit entfernt.“
„Zölle verändern Warenströme“
Die Logistikbranche beobachtet die aktuelle geopolitische Lage derzeit permanent und analysiert die Folgen. Vor allem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump wird den Weg der Warenströme verändern.