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GlasherstellerGerresheimer sagt Übernahme durch Finanzinvestoren ab – Aktie bricht ein

Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Unternehmens an Private-Equity-Investoren gab es seit Jahresbeginn. Nun sagt der Vorstand Gespräche zu Übernahmeangeboten ab. Die Aktie bricht ein. 16.07.2025 - 21:22 Uhr Artikel anhören
Ein Glaskolben von Gerresheimer, der Verpackungshersteller beendet Übernahmegespräche mit Investoren. Foto: dpa

München. Nach monatelangem Hin und Her hat der Düsseldorfer Glasverpackungs-Hersteller Gerresheimer einer Übernahme durch Finanzinvestoren eine Absage erteilt. Der Vorstand habe „entschieden, die Gespräche mit Private-Equity-Investoren über ein potenzielles Übernahmeangebot zu beenden“, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Weitere Gespräche seien nicht im Interesse des Unternehmens, seiner Aktionäre und Mitarbeiter.

Gerresheimer hatte unter anderem deshalb Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil der Konzern auch Pens herstellt, die zur Injektion von Medikamenten zur Gewichtsabnahme wie Wegovy von Novo Nordisk verwendet werden.

Die Absage durch den Vorstand ließ die Gerresheimer-Aktie im späten Handel bei Tradegate um sechs Prozent auf 47 Euro einbrechen.

Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Unternehmens an eine oder mehrere Beteiligungsgesellschaften hielten sich seit Jahresbeginn. Zunächst galten die Investoren Warburg Pincus und KKR als interessiert, die Rede war von einer Offerte von etwa 90 Euro je Aktie.

Nach dem Ausstieg von KKR hatte sich Warburg Pincus mit KPS Capital Partners verbündet. Berichten zufolge wollten sie ein Gebot „in den 70ern“ abgeben. KPS hatte im Juni Berichte dementiert, wonach der Investor aus dem Bieterkreis ausgestiegen sei.

Gerresheimer, ehemals eine Tochter des Energieversorgers VIAG, gehörte von 2000 bis 2007 bereits Finanzinvestoren. Blackstone brachte das Unternehmen dann zurück an die Börse.

Abnehmspritze

Novo Nordisk enttäuscht Anleger mit Studiendaten

Wegen einer schwachen Nachfrage aus der Kosmetik-Branche hatte das Unternehmen vor einer Woche zum zweiten Mal sein Umsatzziel für 2025 gekürzt und auch die mittelfristigen Erwartungen zurückgenommen. „Unser Fokus liegt weiterhin klar auf dem operativen Geschäft und der konsequenten Umsetzung unserer Unternehmensstrategie, um das Unternehmen auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zu führen“, sagte Vorstandschef Dietmar Siemssen am Mittwoch.

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Wie es mit der Formglas-Sparte (Moulded Glass) weitergehen soll, will Gerresheimer spätestens im Oktober auf einem Strategietag mitteilen.

rtr
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