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MaschinenbauerAnlagenbauer Dürr nach Abschreibungen mit Quartalsverlust – Aktie gibt nach

Der Zollkonflikt verunsichert Kunden. Dürr korrigiert seinen erwarteten Auftragseingang nach unten. Zudem kostet der Abbau von Arbeitsplätzen bis zu 50 Millionen Euro. 24.07.2025 - 13:22 Uhr Artikel anhören
Logo von Dürr: Abschreibungen drücken den Maschinenbauer in die roten Zahlen, die Aktie gibt nach. Foto: Marijan Murat/dpa

München. Abschreibungen auf den Wert des Industrieautomatisierungs-Geschäfts mit der Autoindustrie haben den schwäbischen Anlagenbauer Dürr im zweiten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Grund für die Firmenwertabschreibung um 110 bis 130 Millionen Euro sei „das verhaltene Geschäft mit der Automobilindustrie“ wegen der wackligen Konjunktur und der stockenden Umstellung auf E-Autos, teilte Dürr am Mittwochabend in Bietigheim-Bissingen mit.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und der Nettogewinn fielen deshalb negativ aus. Auch der Zollkonflikt mit den USA belastet Dürr. Die Dürr-Aktie verlor am Donnerstag bis zu 3,8 Prozent.

Die Kunden seien vom Handelskonflikt verunsichert und investierten nicht im erwarteten Maße, hieß es in der Mitteilung. Der Auftragseingang werde deshalb in diesem Jahr nur noch zwischen 3,8 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Bisher hatte Dürr mit 4,3 bis 4,7 Milliarden gerechnet. Im ersten Halbjahr kamen erst Aufträge im Volumen von 1,89 Milliarden Euro herein, das sind 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz lag mit 2,01 Milliarden Euro um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zum Jahresende werde der Umsatz wegen der Verzögerung von Projekten zwischen 4,2 und 4,4 Milliarden Euro liegen, im unteren Bereich der bisher genannten Spanne.

Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll 2025 vor Sondereffekten das Ziel von 4,5 bis 5,5 Prozent erreichen. Im ersten Halbjahr lag sie bei 4,0 Prozent. Einschließlich mehrerer Sondereffekte werde sie allerdings zwischen minus einem und null Prozent liegen. Dabei schlägt die Firmenwert-Abschreibung ebenso zu Buche wie der geplante Abbau von 500 Arbeitsplätzen in der Verwaltung, der 40 bis 50 Millionen Euro kosten soll.

Dagegen kommen 160 bis 190 Millionen Euro Gewinn durch den Verkauf der Umwelttechnik herein, die bisher rund zehn Prozent des Umsatzes ausmachte. Sie geht für 250 Millionen Euro an den Finanzinvestor Stellex. Der Nettogewinn werde durch die gegenläufigen Effekte wie geplant bei 120 bis 170 Millionen Euro liegen.

rtr
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