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GeopolitikSüdkoreas neuer Präsident Lee sucht vor Trump-Treffen Nähe zu Japan

Trotz früherer Kritik zu Annäherungen an Japan sucht Südkoreas Präsident die Nähe zu Tokio. Im Fokus stehen gemeinsame Antworten auf Nordkoreas Atomprogramm und die wachsende Macht Chinas. 23.08.2025 - 14:42 Uhr Artikel anhören
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung (links) und der japanische Premierminister Shigeru Ishiba: Lee Jae Myung stattet Japan seinen ersten offiziellen Besuch als südkoreanischer Präsident ab. Foto: Getty Images

Tokio. Kurz vor einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump übt der neue südkoreanische Präsident Lee Jae Myung den Schulterschluss mit der japanischen Regierung. Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Japan seit seinem Amtsantritt im Juni traf Lee am Samstag in Tokio den japanischen Ministerpräsidenten Shigeru Ishiba.

Beide Politiker vereinbarten eine engere Kooperation in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen, auch mit dem gemeinsamen Verbündeten USA. „Wir waren uns einig, dass eine unerschütterliche Zusammenarbeit zwischen Südkorea, den USA und Japan in der sich schnell verändernden internationalen Lage von größter Bedeutung ist“, sagte Lee. Ishiba äußerte ähnlich.

Die beiden Politiker verabredeten unter anderem, die Kooperation in den Bereichen Verteidigung, wirtschaftliche Sicherheit und KI zu verstärken. Zudem sicherten sie sich mit Blick auf die Bedrohung durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm eine engere Abstimmung zu.

Der Wahlsieg des liberalen Lee hatte in Tokio für Unruhe gesorgt. Es wurde befürchtet, dass sich die Beziehungen beider Länder verschlechtern könnten. Lee hatte sich in der Vergangenheit kritisch über die Annäherungsversuche des konservativen Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol an Japan geäußert. Das Verhältnis der beiden ostasiatischen Länder ist durch die japanische Kolonialherrschaft über die koreanische Halbinsel von 1910 bis 1945 noch immer belastet.

Aktuell sind Japan und Südkorea aber zusammen auf die USA als Verbündeten angewiesen, um dem wachsenden regionalen Einfluss Chinas zu begegnen. In beiden Ländern zusammen sind rund 80.000 US-Soldaten sowie zahlreiche amerikanische Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge stationiert.

Bei dem Treffen zwischen Lee und Trump am Montag in Washington dürften neben den Sicherheitsfragen rund um China und Nordkorea auch die Finanzbeiträge Seouls für die in Südkorea stationierten US-Truppen zur Sprache kommen. Der US-Präsident hatte Südkorea wiederholt gedrängt, diese zu erhöhen.

rtr
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