Märkte: Die desaströse Bilanz von Spac-Börsengängen
Es ist eine Nachricht, die für Anleger nichts Gutes verheißt: Die Zahl der Spac-Börsengänge in den USA nimmt wieder zu. Die Abkürzung steht für „Special Purpose Acquisition Companies“. Das sind Mantelgesellschaften ohne operatives Geschäft, deren Ziel es ist, Kapital aufzunehmen, um private Firmen zu kaufen und diese so an die Börse zu bringen.
Daten der Webseite „Spacinsider“ zufolge haben 48 Firmenhüllen einen Börsengang beantragt. 76 Unternehmen sind bereits gelistet und suchen aktiv nach Übernahmezielen. Acht weitere haben bereits ein Übernahmeziel bekannt gegeben. Mit insgesamt 132 laufenden Spac-Prozessen ist die Aktivität im laufenden Jahr bereits deutlich höher als in den beiden Vorjahren zusammen.
Anleger sollten die neu gelisteten Spac-Aktien jedoch tunlichst meiden. In der jüngsten Boomphase 2020 und 2021 winkten zwar kurzfristige Gewinne. Doch rückblickend wird deutlich, dass dort ganz überwiegend heiße Luft gehandelt wurde. Die langfristige Bilanz der via Spac an die Börse gegangenen Firmen fällt desaströs aus.