Finanzinvestor: „Die Stimmung in Bezug auf Deutschland hat sich gewandelt“
Frankfurt. 20 Milliarden Dollar: So viel Geld hat der amerikanische Private-Equity-Riese KKR allein in diesem Jahr in Europa über alle Anlageklassen hinweg ausgegeben. „Das ist die höchste Summe, die KKR jemals in Europa innerhalb eines Jahres investiert hat“, sagt Christian Ollig, Leiter der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei dem US-Finanzinvestor.
Ollig und der globale Co-Leiter des Private-Equity-Geschäfts, Pete Stavros, verraten im Interview mit dem Handelsblatt, welche Kennzahl aus ihrer Sicht für eine Erholung der Beteiligungsbranche spricht. Eine bestimmte Dynamik dürfte die Preise drücken „und die nächsten fünf Jahre zu einem guten Zeitpunkt machen, um zu investieren“, sagt Stavros.
Europa bleibe ungeachtet der erratischen US-Zollpolitik „sehr attraktiv“, sagt Ollig. „Die Stimmung in Bezug auf Europa und Deutschland hat sich gewandelt, und daraus ergeben sich echte Chancen“, ergänzt er. Außerdem erklären die Dealmaker, warum KKR vom Boomsektor der Megadeals wie der Übernahme des Spieleherstellers Electronic Arts aus den USA lieber die Finger lässt.