Schizophrenie: Digitale Therapieansätze erstmals empfohlen
Berlin. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat ihre Leitlinie zur Behandlung von Schizophrenie umfassend aktualisiert. Neben erweiterten Empfehlungen zur Pharmakotherapie und Psychotherapie rücken nun auch digitale Anwendungen in den Fokus.
Erstmals berücksichtigt die Leitlinie digitale Therapieformen wie die Avatar-Therapie zur Behandlung auditiver Halluzinationen. Dabei interagieren Patientinnen und Patienten in einer virtuellen Umgebung mit einem Avatar, dessen Stimme der Stimme ähnelt, von der sie sich bedroht fühlen. Der Avatar wird vom Therapeuten gesteuert und ermöglicht den Patienten zu lernen, wie sie ihren Halluzinationen widerstehen können.