Luftfahrt: Berliner Flughafen nimmt erstmals Geld ohne Staatsgarantien auf
Berlin. Der erste Spatenstich erfolgte im Jahr 2006, doch erst 2020 konnte der Berliner Hauptstadtflughafen BER seinen Betrieb aufnehmen. Immer neue Baumängel zögerten die Fertigstellung hinaus. Dazu kamen Träumereien der Politik. Eine davon: zwei mit einer gewaltigen Perlenkette geschmückte Fluggastbrücken. Sie waren eigens für den Airbus A380 errichtet worden. Klaus Wowereit, damals Regierender Bürgermeister von Berlin, sah Potenzial für den Doppeldecker. Geflogen ist der Jet dort nie – jedenfalls nicht im Linienverkehr.
Aus Baukosten von knapp zwei Milliarden Euro wurden mehr als sechs Milliarden Euro. Hinzu kommen 1,7 Milliarden Euro, die die Pandemie an Schaden verursachte. Diese Last konnte die Flughafengesellschaft FBB nur mithilfe des Staates schultern. Die Gesellschafter, die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund gewährten Darlehen und bürgten für Bankkredite.
Nun ist es der Flughafenführung erstmals gelungen, sich Geld zu besorgen, ohne dass der Staat Garantien bereitstellen musste. 1,2 Milliarden Euro leiht sich die FBB. Interessant sind die Details der Refinanzierung.