Kryptowährung: Bitcoin erstmals seit sieben Monaten unter 90.000 Dollar
Frankfurt. Der Abwärtstrend des Bitcoins hat sich am Dienstag weiter verschärft. Die größte und älteste Kryptowährung rutschte zeitweise unter die Marke von 90.000 Dollar und hat damit alle Kursgewinne dieses Jahres wieder abgegeben.
„Kryptoinvestoren werden jetzt wieder daran erinnert, dass dieser Markt nichts für schwache Nerven ist“, sagte ein Kryptoinvestor. Digitalwährungen sind für ihre starken Ausschläge bekannt – nach unten wie nach oben. „Wer langfristig hier investiert sein will, muss wissen, dass diese Schwächephasen auch sehr schmerzhaft sein können.“
Noch Anfang Oktober hatte die Digitalwährung ihr jüngstes Rekordhoch bei gut 126.000 Dollar erreicht. Seitdem hat sie rund 28 Prozent an Wert verloren. Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn die Kurse mehr als 20 Prozent unter den Höchststand fallen.
Auch bei anderen Kryptowährungen häuften sich die Kursverluste:
- Ether, die Nummer zwei hinter dem Bitcoin, fiel zeitweise unter die Marke von 3000 Dollar.
- Solana lag bei 137 Dollar und hat damit im Vergleich zum Rekordhoch im Januar 53 Prozent verloren.
Die Branche kämpft seit dem Kursrutsch Anfang Oktober mit Schwierigkeiten. Damals hatten massive Abverkäufe binnen kurzer Zeit mehr als eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet.
Besonders der Handel mit spekulativen Altcoins ist seitdem weitgehend zum Erliegen gekommen. In den vergangenen 24 Stunden wurden nach Angaben des Datenanbieters Coinglass Long- und Short-Positionen über rund 950 Millionen Dollar liquidiert.