Künstliche Intelligenz: Hängt Google gerade OpenAI ab?
Düsseldorf, San Francisco. Früher hatte Google Angst vor Sam Altman, heute hat Sam Altman Angst vor Google.
Als Altmans Start-up OpenAI vor drei Jahren ChatGPT veröffentlichte, versetzte zunächst er den Suchmaschinenkonzern in Panik. So sehr, dass Google-Chef Sundar Pichai seinen Konzern in Alarmstellung versetzte. Er holte die Gründer Larry Page und Sergey Brin zurück und stellte die gesamte KI-Strategie um.
Offenbar mit Erfolg: Googles neuestes KI-Modell Gemini 3 löste bei OpenAI vergangene Woche eine ähnliche Reaktion aus. Wie das Tech-Portal „The Information“ berichtet, sprach Chef Altman in einem internen Memo davon, dass die jüngsten Fortschritte Googles „vorübergehend wirtschaftliche Schwierigkeiten für unser Unternehmen mit sich bringen könnten“. Er gehe davon aus, dass „die Stimmung da draußen eine Zeit lang angespannt sein wird“.
Googles Fortschritte werden sowohl von Experten als auch von Nutzern hervorgehoben. Einige sehen in Gemini nun gar den Technologieführer. „Alles ist schärfer und schneller“, schrieb etwa Salesforce-Chef Marc Benioff auf der Plattform X. Nach drei Jahren mit ChatGPT, würde er jetzt endgültig zu Gemini 3 wechseln.
Google hat in den vergangenen Wochen in den Bereichen Leistung der Modelle, deren Verzahnung mit bestehenden Produkten, Softwareentwicklung mit KI und Forschung einige entscheidende Fortschritte im KI-Wettrennen gemacht.