AfD: Was Unternehmer von den Rechtspopulisten zu erwarten hätten
Berlin. Die Führung der AfD rechnet damit, dass die jüngst erklärte Offenheit des Verbands der Familienunternehmer dafür sorgt, dass mittelfristig mehr Unternehmer Kontakt zur Partei suchen werden. Auch wenn andere Wirtschaftsverbände bisher überwiegend bekräftigten, ihre Haltung zur AfD habe sich nicht verändert.
Der Industrieverband BDI etwa erklärte, nicht den Austausch mit der AfD zu suchen, die mit populistischen Positionen stabile Rahmenbedingungen zu erschüttern versuche. Die Drogeriemarktkette Rossmann und der Thermomix-Hersteller Vorwerk zogen Konsequenzen und kündigten ihre Mitgliedschaft beim Familienunternehmer-Verband. Zuletzt hatte auch die Deutsche Bank reagiert und einen Vertrag für künftige Veranstaltungen des Verbands in ihrer Berliner Repräsentanz gekündigt.
Doch was können Unternehmer, die sich an die AfD wenden, von der Partei erwarten? Der Blick in Wahlprogramme und Parlamentsinitiativen zeigt: Viele Positionen der AfD stehen im Widerspruch zu den Interessen von Familienunternehmen, Exportwirtschaft und technologieorientierten Betrieben. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich daraus nach Einschätzung von Experten erhebliche Risiken.