Nikkei, Yen, Hang Seng: Asiens Börsen uneinheitlich nach Drohung gegen Fed-Chef
Singapur. Die Drohung der US-Regierung mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell hat am Montag die Finanzmärkte verunsichert. Der Dollar und die US-Aktienfutures gaben nach, da sich Anleger besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) zeigten. Der Vorgang ist eine dramatische Eskalation im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Vorsitzenden.
- Die Shanghaier Börse hat am Montag fester tendiert. Der dortige Leitindex gewann 0,8 Prozent auf 4151 Zähler.
- CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen stieg um 0,4 Prozent auf 4779 Punkte.
- An der japanischen Börse wurde dagegen nicht gehandelt.
Die S&P-500-Futures fielen im asiatischen Handel um 0,5 Prozent. Der Dollar gab gegenüber den meisten wichtigen Währungen um rund 0,2 Prozent nach und fiel auf unter 158 Yen sowie 1,17 Dollar je Euro. Der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch von mehr als 4600 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde der Preis auch durch die Unruhen im Iran, die zudem den Ölpreis antrieben.
„Trump zerrt an den losen Fäden der Unabhängigkeit der Zentralbank“, sagte Andrew Lilley, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Barrenjoey in Sydney. Trump unternehme diese Schritte nur, weil er wisse, dass er die Kontrolle über die Fed nicht übernehmen könne. Daher wolle er so viel unzulässigen Druck wie möglich ausüben. „Dieser offene Krieg zwischen der Fed und der US-Regierung ... schadet offensichtlich dem US-Dollar“, sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei der National Australia Bank.