Nikkei, Yen, Hang Seng: Börse in Tokio steigt rasant – Renditen auf 27-Jahres-Hoch
Tokio. Spekulationen um vorgezogene Neuwahlen in Japan haben die Aktienkurse in Tokio auf neue Bestmarken getrieben. Medienberichten zufolge könnte Premierministerin Sanae Takaichi im Februar das Unterhaus auflösen. Anleger setzen auf einen Sieg der Regierungschefin und damit eine Wiederbelebung des „Takaichi-Trades“ nach ihrem Amtsantritt im Herbst 2025.
- In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,1 Prozent auf 53.567 Punkte zu. Das Tageshoch lag bei knapp 54.000 Zählern, ein neuer Rekord.
- Der breiter gefasste Topix notierte 2,4 Prozent höher bei 3599 Zählern. Das Tageshoch – der neue Rekord – lautet auf 3604 Zählern.
- Die chinesischen Märkte hingegen schlossen leicht im Minus. Der Hongkonger Leitindex Hang Seng wiederum gewann 0,9 Prozent
Im Herbst hat Takaichi bei Anlegern Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung geweckt. Sie stellte eine vorsichtig aktive Haushaltspolitik in Aussicht, die über höhere Staatsausgaben, weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen und eine Ausweitung des Verteidigungshaushalts Wachstumsimpulse setzen sollte. Ein erneuter Wahlsieg ihrer Liberaldemokratischen Partei würde aus Sicht der Märkte die Wahrscheinlichkeit weiterer fiskalischer Maßnahmen erhöhen.
Besonders die Aktienkurse von Rüstungsunternehmen steigen: Kawasaki Heavy Industries legte um 8,5 Prozent zu, IHI um 5,7 Prozent. Die Kurse der beiden Unternehmen liegen damit auf Rekordniveau. Auch der Schwerindustriekonzern Mitsubishi Heavy Industries legte um knapp fünf Prozent zu.
Aktien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiter schlossen sich an. Denn die jüngste Rekordbilanz von Südkoreas Speicherchiphersteller Samsung Electronics und die Verkaufszahlen von Taiwans Chipriesen TSMC im Dezember schüren die Überzeugung, dass die Chipindustrie wegen der hohen Nachfrage für KI-Chips weiter boomen wird.