UroBert: Anonymer Urologie-Chat erreicht Tausende
Düsseldorf. Der Chatbot „UroBert“ der Uro Nordrhein hat rund 5000 Nutzerinnen und Nutzer innerhalb eines Jahres anonym zu urologischen Themen informiert. Das teilte die Managementgesellschaft für Urologinnen und Urologen mit.
Das digitale Angebot richte sich an Menschen, die Fragen zu Vorsorge, sexueller Gesundheit oder Beschwerden im Intimbereich haben und gleichzeitig Hemmungen vor einem Arztbesuch. Laut Mitteilung nutzen jeden Monat durchschnittlich etwa 400 Menschen den Chatbot.
UroBert liefere strukturierte Informationen zu sensiblen Themen wie Erektionsstörungen, Vorhautveränderungen, Inkontinenz oder möglichen Anzeichen von Prostata- und Hodenkrebs. Auch Fragen zu Nierenerkrankungen, Blut im Urin oder urologischen Beschwerden bei Frauen zählen laut eigener Auswertung zu den häufigen Anliegen. Der Austausch verliefe vollständig anonym, personenbezogene Daten erhebe das System nicht.
Technisch basiere UroBert auf einer KI-Anwendung, die Inhalte prüfe ein Netzwerk niedergelassener Urologen aus Nordrhein. Der Chatbot ordnet Informationen ein, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Bei konkreten oder dringenden Beschwerden verweise er konsequent an urologische Praxen oder die Notfallversorgung.