Disrupt: Wie kommen Sie der Kernfusion täglich näher, Francesco Sciortino?
Das erste Fusionskraftwerk der Welt soll in Deutschland entstehen. Das ist nicht nur das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, sondern auch die Mission von Francesco Sciortino. Mit seinem Start-up Proxima Fusion will er in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre das erste kommerzielle Kraftwerk ans Netz bringen, das Strom aus Kernfusion liefert.
Die Fusionsenergie gilt als heiliger Gral der Energiewelt und könnte zur entscheidenden Lösung für die Klimakrise werden: saubere Energie, dauerhaft verfügbar. Das Prinzip orientiert sich an der Sonne, wo durch die Verschmelzung von Atomkernen gigantische Energiemengen frei werden. Die Herausforderung: Seit Jahrzehnten versuchen Forschung und Wirtschaft vergeblich, diesen Prozess auf der Erde zur Energiegewinnung zu nutzen. Doch jüngste Laborerfolge machen Hoffnung – und Europa befindet sich in einer aussichtsreichen Ausgangsposition.
Sciortino ist einer der Wissenschaftler, die bei dieser Entwicklung ganz vorne dabei sind. 2023 beschloss er gemeinsam mit anderen Forschern, die Fusionsforschung unternehmerisch voranzutreiben und gründete Proxima Fusion – heute einer der größten Hoffnungsträger Europas in diesem Sektor.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt diskutiert Technologiereporterin Larissa Holzki mit Proxima-Fusion-Chef Sciortino, wie realistisch kommerzielle Fusionskraftwerke in den 2030er-Jahren tatsächlich sind. Sie sprechen darüber, wie man in einem Team den „Sense of Urgency“, das Gefühl der Dringlichkeit, aufrechterhält, wenn das Ziel noch ein Jahrzehnt entfernt liegt – und warum der Italiener für seine Kernfusions-Mission extra Deutsch lernt.
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