Thai-Airways-Aktie unter der Lupe: Unglücksvogel geht in den Steigflug
Die Flotte soll verjüngt werden.
Bangkok. In den vergangenen Jahren waren die Nachrichten zur thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways entweder skurril oder extrem schlecht: Noch 2015 musste die Regierung Pleite-Gerüchte über die Airline dementieren. Im Frühjahr sorgte die Fluggesellschaft für Heiterkeit, als sie mit dem Ticketverkauf an Puppen begann – weil viele erwachsene Thailänder das Spielzeug gerne als Glücksbringer herumtragen.
Die Puppen-Aktion hat offenbar auch den Anlegern Glück gebracht. Mittlerweile überrascht die Airline positiv an der Börse: Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs der Fluggesellschaft mehr als verdoppelt und liegt damit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Dabei hatte kaum ein Analyst die Hausse vorausgesehen – und noch immer sind viele skeptisch, dass der Airline der Turnaround tatsächlich gelingt. Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg raten nur zwei von 24 Analysten, die die Aktie beobachten, zum Kauf.
Doch für mutige Anleger könnte die Aktie ein Blick wert sein, denn es tut sich etwas bei Thai Airways. „Wir sind optimistisch, dass der Turnaround-Plan weiterhin gelingt“, sagt Ahmad Maghfur Usman, Analyst beim japanischen Geldhaus Nomura. Entsprechend sieht er bei der Aktie auch noch Luft nach oben. Als einer der wenigen hatte der Nomura-Analyst auch die jüngste Börsenrally der Fluggesellschaft richtig prognostiziert. Usman beobachtet das Unternehmen seit 2010. Als Kurstreiber sieht der Nomura-Analyst besonders weitere Verbesserungen bei den Betriebs- und Personalkosten. Ankündigungen für grundlegende Maßnahmen habe es schon mehrfach gegeben, sagt er. Neu sei, dass diese jetzt erstmals umgesetzt werden.