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John CloppenburgFrisches Geld für den Kleiderclan

Zum Cyber Monday feiern sich die Onlinehändler. Aber P&C aus Düsseldorf zeigt mit einer sehr guten Finanzierungsrunde, wie stark auch der Einzelhandel am Kapitalmarkt gesehen wird.Georg Weishaupt 26.11.2017 - 17:49 Uhr Artikel anhören

Mit einem Umsatz von zuletzt 2,4 Milliarden Euro gehört P&C zu den größten deutschen Modehäusern.

Foto: Getty Images

Düsseldorf. Die Familie Cloppenburg aus Düsseldorf ist sehr zurückhaltend. Vom Inhaber der Textilkette Peek & Cloppenburg (P&C), Harro Uwe Cloppenburg, 77, gibt es ebenso kein Foto wie von seinem Sohn und Stellvertreter Patrick, 35. Dafür wurde sein Bruder John zum offiziellen Gesicht des Unternehmens gekürt.

Selten geht die Familie mit Informationen über ihr großes Textilhaus an die Öffentlichkeit – vor allem wenn es sich um Zahlen handelt. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Cloppenburgs dem Handelsblatt erstmals Details zur Finanzierung des Unternehmens nennt.

P&C in Düsseldorf, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Unternehmen in Hamburg, hat jetzt erstmals ein Schuldscheindarlehen gezeichnet. Eigentlich wollten die Düsseldorfer nur 75 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt einsammeln. Doch die Nachfrage war nach Unternehmensangaben so hoch, dass P&C die Summe auf 150 Millionen Euro verdoppelt hat.

„Die Überzeichnung der Transaktion zeigt uns, dass die Investoren die Zukunft des Unternehmens ebenso positiv sehen wie wir selbst“, sagte Patrick Cloppenburg dem Handelsblatt.

Er gehört zur vierten Generation der Unternehmerfamilie. Er sitzt mit seinem Bruder John, 48, für Einkauf und Premiummarken zuständig, und seiner Schwester Catharina (Marketing), 31, in der fünfköpfigen Geschäftsführung, die der Vater weiterhin leitet. Mit dem Geld will er eine „Liquiditäts- und Fremdkapitalstruktur“ erreichen, „mit der sich langfristig planen lässt“. Das ist so etwas wie ein Ritterschlag für P&C: In Zeiten, in denen alle Welt den Cyber Monday und das Onlineeinkaufen feiern, haben Investoren Vertrauen in ein Unternehmen, das vor allem im klassischen Einzelhandelsgeschäft eine Größe ist. Mit einem Umsatz von zuletzt 2,4 Milliarden Euro gehört P&C zu den größten deutschen Modehäusern.

Die Düsseldorfer Unternehmerfamilie will die günstigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt nutzen, um kurzfristige Verbindlichkeiten in mittel- und langfristige umzuwandeln. P&C verschafft sich mehr finanziellen Spielraum in Zeiten, in denen die Modebranche sich radikal wandelt.

Patrick Cloppenburg will das Geld für die Expansion nutzen und in die bestehenden 123 P&C-Häuser sowie 19 Ansons-Filialen in Deutschland, Österreich und Osteuropa investieren. So will er das Unternehmen im Konkurrenzkampf mit Online-Kaufhäusern wie Zalando und Amazon und Ketten wie Zara und Massimo Dutti stärken. Dazu passt die Ankündigung der neuen Finanzierung pünktlich zum Cyber Monday.

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