Südostasien & Ozeanien: Neuseeland und Australien schotten sich gegen chinesische Wohnungskäufer ab
Chinesische Investoren investieren auch stärker in den Immobilienmarkt Südostasiens.
Foto: ReutersBangkok, Canberra. Als der neuseeländische Rechtsaußen-Politiker Winston Peters 2014 polterte, „zwei ‚Wongs‘ machen noch keinen Weißen“, wurde er zu Recht als China-verachtender Rassist beschimpft. Heute ist Peters Stellvertreter von Labour-Premierministerin Jacinda Ardern. Die Chinesen diskriminierende Haltung des Vorsitzenden der nationalistischen Partei NZ First („Neuseeland zuerst“) scheint mehrheitsfähig geworden zu sein.
Den Eindruck erweckt jedenfalls eine der vielleicht spektakulärsten Maßnahmen der Ardern-Regierung, über die das Parlament noch entscheiden muss. Ardern will erreichen, dass künftig nur noch Staatsbürger und dauernd im Land lebende Personen ohne teuren Bewilligungsprozess Immobilien erwerben dürfen. Danach sollen es sich Neuseeländer wieder leisten können, ein Eigenheim zu erwerben.
Auch wenn Wellington es nicht offen zu sagen wagt: Ziel der Maßnahme ist es, chinesische Investoren fernzuhalten. Die haben in den vergangenen zehn Jahren eine Vorliebe für Wohnungen und Häuser in Neuseeland entwickelt. Das Land ist politisch stabil, landschaftlich attraktiv, mit einer vermeintlich sauberen Umwelt.
Chinesen kaufen in erster Linie in Großstädten wie Auckland und Wellington. Aber auch in touristisch bedeutenden Metropolen wie dem Urlaubsort Queenstown würden sich vermehrt wohlhabende Käufer aus Schanghai und Peking engagieren, melden Makler.