US-Investmentbank: Goldman Sachs will 750 Milliarden Dollar für Klimaschutz einsetzen
Goldman Sachs will Milliarden in den Klimaschutz investieren.
Foto: ReutersNew York. Die US-Investmentbank Goldman Sachs will sich künftig stärker bei Maßnahmen zum Klimaschutz engagieren. Auf seiner Website kündigte das Geldhaus an, im Laufe der kommenden zehn Jahre ein Geschäftsvolumen von rund 750 Milliarden Dollar (673 Mrd Euro) „nachhaltigen finanziellen Wachstumsthemen“ zu widmen. Dabei gehe es um Dienstleistungen für Kunden wie der Finanzierung und Beratung bei Projekten im Sinne von Umwelt- und speziell Klimaschutz, aber auch für Chancengleichheit und Innovationen in benachteiligten Gegenden.
Goldman-Chef David Solomon hatte die Initiative bereits am Sonntag in einem Gastbeitrag in der „Financial Times“ angekündigt. Teil davon sind auch neue Unternehmensrichtlinien, die etwa die Einschränkung der Finanzierung bestimmter Projekte vorsehen, die als klimaschädlich gelten.
Solomon machte allerdings auch klar, dass es sich nicht um eine Wohltätigkeitsaktion handelt: „Profitabilität wird immer wichtig sein - Kapital muss dahin fließen, wo es das größte Potenzial für Erfolg gibt“. Seine Bank müsse „starke Renditen“ liefern. Der Goldman-Chef sprach von einem „gewaltigen Geschäfts- und Investitionsfeld“ für die Bank.
Das Wall-Street-Haus sagte in seinen neuen Umweltrichtlinien ferner zu, keine neuen Ölbohrungen in der Arktis und keine neuen Kohlekraftwerke oder Bergwerke für Kraftwerkskohle zu finanzieren.
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