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Corona-HilfenChinesische Zentralbank setzt Liquidität frei

Die People's Bank of China hat die Pflichtguthaben reduziert, die Geschäftsbanken bei der Zentralbank halten müssen. Damit pumpt sie Milliarden in die geschwächte Wirtschaft. 13.03.2020 - 14:14 Uhr

Die chinesische Zentralbank sagte am Freitag, dass die Geldpolitik weiterhin vorsichtig bleiben werde.

Foto: Reuters

Peking. Die chinesische Zentralbank „People's Bank of China“ (PBOC) will den Mindestreservesatz (RRR) für Banken, die die Ziele für eine umfassende Finanzierung erreicht haben, um 50 bis 100 Basispunkte senken. Derzeit liegt der RRR für große Banken bei 12,5 Prozent.

Die Zentralbank will die Banken ermutigen, mehr und günstigere Kredite an kleine Unternehmen und andere gefährdete Sektoren zu vergeben. Außerdem sollen sie verspätete Zahlungen von Unternehmen tolerieren, die von der Coronakrise betroffen sind.

Von einer Kürzung um 100 Basispunkte werden laut der Zentralbank qualifizierte Geschäftsbanken profitieren, die zugleich Aktiengesellschaften sind.
Die angestrebte Kürzung ist die neunte seit Anfang 2018 und wird ab dem 16. März wirksam. Es wird erwartet, dass sie 550 Milliarden Yuan (70 Milliarden Euro) an Liquidität freisetzt.

Die Finanzmärkte hatten erwartet, dass die chinesische Regierung und die PBOC bald weitere Unterstützungsmaßnahmen ergreifen würden, um die Wirtschaft wieder auf eine stabilere Grundlage zu stellen. Das Kabinett des Landes hatte am Mittwoch weitere Kürzungen der Bankreserven und andere Schritte angekündigt.

Seit der Eskalation des Virusausbruchs Ende Januar wurden in China bereits mehrere Leitzinsen gesenkt. Einige Analysten erwarten für die nächste Woche eine weitere Senkung.

Allerdings sagte die PBOC am Freitag, dass die Geldpolitik weiterhin vorsichtig bleiben werde, auch wenn sie in Corona-Zeiten flexibler sei als sonst. Sie sagte, sie werde die Schleusen der Kreditvergabe nicht öffnen, eine Praxis, die in der Vergangenheit zu einer raschen Anhäufung von Schulden geführt habe.
Die Regierung hat auch Schritte zur steuerlichen Unterstützung eingeleitet, darunter mehr Mittel für die Virusbekämpfung, Steuererlasse, Kürzungen der Sozialversicherungsbeiträge und Subventionen für Unternehmen.

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