Insider berichtet: Deutsche Bank prüft angeblich Verkauf von Direktbank Norisbank
Die Deutsche Bank hatte die Norisbank mit ihren 98 Filialen 2006 für 420 Millionen Euro von der DZ Bank übernommen.
Foto: dpaFrankfurt. Die Deutsche Bank prüft einem Insider zufolge einen Verkauf ihrer Direktbanktochter Norisbank. Das größte deutsche Geldhaus sondiere das Interesse am Markt für die Online-Bank mit rund 550.000 Kunden, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Donnerstag zu Reuters. Eine finale Entscheidung sei noch nicht getroffen.
Auch andere Optionen wie eine Integration der Digitalbank in die bestehende Organisation seien denkbar. Kern der Überlegungen sei, dass die Frankfurter künftig eine „Zwei-Marken-Strategie“ mit den Markennamen Deutsche Bank und Postbank fahre. Die „WirtschaftsWoche“ hatte zuerst über die Überlegungen berichtet. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.
Die Deutsche Bank hatte die Norisbank mit ihren 98 Filialen 2006 für 420 Millionen Euro von der DZ Bank übernommen. Alle Geschäftsstellen wurden ein paar Jahre später geschlossen, die Norisbank ist seither eine reine Online-Bank. Sie lag bei der Deutschen Bank bisher im Geschäftsbereich Digital Ventures, der nach dem Abgang von Digitalstrategen Markus Pertlwieser vor ein paar Wochen auf andere Sparten verteilt wurde.