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Deutsche BahnFahrgastzahlen erholen sich – Bahn verstärkt Angebot deutlich

Die Zeit der leeren Züge scheint vorbei zu sein. Die Auslastung liege wieder bei 50 Prozent, teilt die Bahn mit. Nun soll der Fahrplan ausgebaut werden. 25.05.2020 - 13:36 Uhr aktualisiert

Es sollen wieder mehr Züge fahren.

Foto: dpa

Berlin. Die Fahrgastzahlen bei der Deutschen Bahn haben sich in den vergangenen Tagen wieder deutlich erhöht. „Wir liegen im Moment bei etwa 50 Prozent des Vorjahresniveaus“, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber am Montag mit Blick auf die Buchungen. Zwischenzeitlich waren die Fahrgastzahlen in der Krise um rund 90 Prozent eingebrochen. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, verstärkt der Konzern das Angebot nun auch im Fernverkehr.

Nach und nach würden auf den wichtigen Strecken die Kapazitäten wieder verdoppelt – zunächst auf der Route zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet, sagte Huber. Dort sind demnach wieder ICE-Doppelzüge unterwegs. In der Krise war der zweite Zug weggelassen worden. Im Regionalverkehr sei das Angebot bundesweit bereits wieder bei rund 95 Prozent, sagte Huber.

Für Pfingsten rechne die Bahn mit einer Auslastung der Züge von 30 bis 40 Prozent. Vor der Coronakrise lag sie bei etwa 55 Prozent, zu Feiertagen wie Pfingsten noch höher. Auf den wichtigsten Verbindungen werde man nun wieder längere Züge einsetzen. Zudem würden touristische Ziele wie die Alpenregion oder Nord- und Ostsee verstärkt angefahren. Die abnehmende Unsicherheit der Kunden spiegele sich auch bei den Buchungen wieder: Die Menschen planten jetzt Stück für Stück langfristiger. Im Schnitt würden jetzt Tickets wieder um mehr als eine Woche im Voraus gebucht.

Um eine Überfüllung der Züge zu vermeiden, werde die Bahn-App „DB Navigator“ künftig anzeigen, wenn Züge zu mehr als 50 Prozent ausgelastet seien. Dann sollten Fahrgäste auf weniger ausgelastete Züge ausweichen, um Abstände besser einhalten zu können. Huber betonte aber: „Das Ansteckungsrisiko im Zug ist eher gering.“ Dies sehe man etwa am Zugpersonal, das trotz ständigen Kontaktes mit Kunden weniger Ansteckungen aufweise als vergleichbare Bevölkerungsgruppen. Die Klimaanlagen sorgten zudem für einen Luftaustausch und verringerten die Ansteckungsgefahr.

Huber betonte, die Bahn werde an ihrem Investitionskurs festhalten und rechne nicht mit einem dauerhaften Rückgang der Passagierzahlen. Er gehe nicht davon aus, dass die Digitalisierung und Videokonferenzen zu weniger Reisen führe. Im Gegenteil: „Die Mobilität nimmt mit zunehmender Digitalisierung zu“, sagte Huber mit Blick auf andere Länder. Wer gut digital vernetzt sei, habe eher das Bedürfnis, die Menschen auch real zu sehen. „Deswegen bin ich mir sicher, dass das eher weiteren Zuwachs für die Schiene bedeutet.“ Wer häufiger im Homeoffice arbeite, sei auf der anderen Seite zudem eher zum Fernpendeln bereit. Auch das nütze der Bahn.

Der Konzern hat wegen der Coronakrise einen Finanzbedarf von über zehn Milliarden Euro angemeldet. Über Hilfen müssen Regierung und Bundestag entscheiden.

dpa, rtr
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