Hedgefonds-Legende: Bill Ackman verkauft seine Anteile an Buffetts Berkshire Hathaway
Der Hedgefonds-Manager hat seinen Anteil bei Anteil an Berkshire Hathaway verkauft.
Foto: ReutersDenver. Bill Ackman ist schon lange ein Fan von Star-Investor Warren Buffett. Seit über zehn Jahren fährt er zu den Aktionärstreffen von Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway in Omaha. Den 89 Jahre alten Berkshire-Chef nennt er seinen Mentor. Im vergangenen Sommer sorgte Ackman, Chef von Pershing Square Capital, für Schlagzeilen, als er elf Prozent seines Kapitals in Berkshire-Aktien investierte: 3,5 Millionen Aktien im Wert von damals 685 Millionen Dollar.
Nun jedoch hat es sich Ackman offenbar anders überlegt. Er habe seinen Anteil an Berkshire, der auf einen Wert von einer Milliarde Dollar angewachsen ist, Ende März verkauft, teilte der Hedgefonds-Manager am Mittwoch mit. Das Investment in Buffetts Konglomerat sollte eigentlich zur Stabilität seines Fonds beitragt. Doch Berkshire sei mittlerweile zu groß und zu behäbig für Ackmans Geschmack geworden. Das Konglomerat, zu dem eine Versicherungs-, eine Energie- und eine Industriesparte gehören, sitzt zudem auf einem 200 Milliarden Dollar schweren Aktienportfolio und auf 130 Milliarden Dollar in bar. „Wir können wendiger sein“, stellte Ackman klar.
Ende März war der für seine aggressiven Schritte bekannte Manager mit einer Wette gegen den US-Aktienmarkt in die Kritik geraten. Mit seinem Pershing-Fonds hatte er 27 Millionen Dollar in Hedging-Instrumente investiert, die auf einen fallenden Markt setzten. Diese hat er dann mit einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar eingelöst. Schon im April jedoch sei die Zeit gekommen, um wieder Aktien zu kaufen, hatte Ackman mitgeteilt.
2020 war für Pershing Square bislang ein gutes Jahr. Seine verschiedenen Fonds haben zwischen 22 und 27 Prozent zugelegt.