Serie: Investieren in der Nullzinswelt (6): Alternative Investments: Lukrative Nischen für Anleger
Immer mehr Anleger suchen nach Anlageformen abseits der klassischen Aktien -und Anleihemärkte.
Foto: dpaFrankfurt. Maximilian Kunkel sprüht vor Zuversicht. „Wenn man sich als professioneller Investor einen langfristigen Anlagehorizont erlauben kann, dann halte ich eine Quote von bis zu 40 Prozent für alternative Anlagen denkbar“, gab der UBS-Anlagechef in Deutschland vor einigen Wochen als Devise kund. Es ist ein Ratschlag, der offensichtlich bei immer mehr Anlegern Gehör findet.
Die Anlageklassen abseits der klassischen Aktien- und Rentenmärkte haben nach der Finanzkrise 2008/2009 einen steilen Aufstieg erlebt. Dafür sind zwei Faktoren ausschlaggebend. Erstens haben die niedrigen Zinsen der Notenbanken dazu geführt, dass die Anlagen in Staatsanleihen oder andere festverzinsliche Papiere unattraktiv wurden, ebenso die beliebten Sparbücher und Festgeldanlagen. Zweitens hat die Coronakrise wieder vor Augen geführt, dass das Rückschlagspotenzial bei Aktien enorm sein kann. Das gilt vor allem im aktuellen Umfeld, in dem sich die Aktienindizes wieder auf oder kurz vor ihren Rekordständen bewegen.
„In den letzten Jahren kam es zu einem signifikanten Kapitalzustrom in alternative Anlageklassen, stark getrieben auch durch die Niedrigzinspolitik und die Suche nach höheren Renditen und laufenden Erträgen“, sagt Peter Laib, einer der erfahrensten Experten für alternative Anlagen und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Yielco Investments AG.