Hans-Jörg Vetter: Commerzbank-Aufsichtsratschef will Strukturen aufbrechen und Kosten senken
Der neue Aufsichtsratschef der Commerzbank hat in den vergangenen zwei Wochen mit Finanzminister Olaf Scholz, Finanzstaatssekretär Jörg Kukies und Bafin-Chef Felix Hufeld gesprochen.
Foto: dpaFrankfurt. Seit Anfang August leitet Hans-Jörg Vetter den Aufsichtsrat der Commerzbank. Nun erklärt der 68-Jährige erstmals, wie er Deutschlands zweitgrößte Privatbank umbauen will. „Es geht darum, Erträge zu steigern, Kosten zu senken und den Status-quo zu hinterfragen“, sagte Vetter in einem Interview im Intranet der Commerzbank, das dem Handelsblatt vorliegt.
„Die Commerzbank hat viel Gutes, aber in Sachen Effizienz und Profitabilität gibt es noch Luft nach oben“, erklärte Vetter. „Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind.“ Dies zu durchleuchten und die nötigen Anpassungen vorzunehmen sei die Aufgabe des neuen Vorstandschefs, nach dem das Institut derzeit intensiv suche.
„Den richtigen Kandidaten oder die richtige Kandidatin für diese Aufgabe zu finden hat für mich aktuell die höchste Priorität“, sagte Vetter. Dass die Bank dabei interne und externe Kandidaten begutachte, sei normal. „Wir werden eine Shortlist möglicher interner und externer Kandidaten zusammenstellen und dann im Aufsichtsrat gemeinsam entscheiden.“