Sekt im Test: Gute Qualität zum fairen Preis: So kaufen Sie clever Sekt im Supermarkt
Sekt ist bei Deutschen beliebt.
Foto: dpaDieser Artikel ist am 18. Dezember 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.
Das Sektregal im Rewe bei mir um die Ecke ist vier Meter breit und hat vier Etagen. Auf den ersten Blick finde ich eine riesige Auswahl. In der zweiten Etage steht zum Beispiel der Söhnlein Brillant für 3,99 Euro. Genauso viel kostet Rotkäppchen direkt daneben. Ein Regalbrett darüber finde ich Henkell Trocken zum Preis von 5,49 Euro. Und ganz oben thront der Fürst von Metternich Riesling-Sekt für 8,99 Euro.
Sekt-Verbrauch in Deutschland 2018: knapp acht Flaschen pro Haushalt
Warum ist „fürstlich genießen“ mehr als doppelt so teuer wie Rotkäppchen oder Söhnlein Brillant? Wie viel kostet eine Flasche Sekt eigentlich in der Produktion? Und woran erkenne ich im Supermarkt die entscheidenden Unterschiede? Das will ich vor meinem Weihnachts-Einkauf herausfinden. Am Ende der Recherche werde ich das Sekt-Regal mit anderen Augen sehen.
Ein deutscher Haushalt kauft pro Jahr zwischen sieben und acht Flaschen Sekt und gibt dafür insgesamt knapp 30 Euro aus, wie die Marktforscher von Nielsen Research herausgefunden haben. Das macht umgerechnet etwa 3,90 Euro pro Flasche. Der Durchschnittshaushalt trinkt also mehr Söhnlein Brillant oder Rotkäppchen und weniger Fürst von Metternich.