Kommentar: Teslas Einstieg in Bitcoin ist smart und unverantwortlich zugleich
Der Visionär geht bei seinen Investments gerne Risiken ein.
Foto: ReutersGary Black verkauft seine Tesla-Aktien. Der in den USA bekannte Vermögensverwalter war im August 2019 bei dem Elektroautobauer eingestiegen und hat damit viel Geld verdient. Aber nun steigt er aus verschiedenen Gründen aus. Einer davon: die Kapitalallokation von Tesla. Damit meint Black die Entscheidung des Elektroautoherstellers, 1,5 Milliarden Dollar seines Bargelds in Bitcoin anzulegen. Auch soll man künftig seinen neuen Tesla mit der Kryptowährung bezahlen können.
Als erstes größeres globales Unternehmen spricht Tesla damit der Kryptowährung sein Vertrauen aus. Der prompt folgende Kurssprung von Bitcoin sagt alles über die große Bedeutung der Entscheidung aus.
Aus vielerlei Gründen ist die Idee von Elon Musk der helle Wahnsinn. Der Tesla-Chef geht ein unnötiges Risiko ein in einem Geschäft, das an sich schon mit hohen Risiken behaftet ist. Autos zu bauen ist kapitalintensiv, moderat lukrativ und stark von der Konjunktur abhängig.
Tesla hat derzeit einen Lauf, aber das kann sich in den kommenden Jahren jederzeit ändern. Wenn sich Investoren über Produktqualität, Absatzzahlen oder Softwareentwicklung sorgen müssen, dann wollen sie sich nicht auch noch mit den Chancen und Risiken von Bitcoin auseinandersetzen müssen.