Start-up: Semalytix: KI-Plattform wertet Patientenkommentare aus
CEO von Semalytix
Foto: Leslie JohannmeierBerlin. Für Semalytix-CEO Janik Jaskolski sind Sätze nicht nur eine Reihe von Buchstaben, sie funktionieren nach mathematischen Gesetzen. Der 33-Jährige studierte kognitive Informatik am Citec-Institut der Universität Bielefeld und setzte sich dort mit der Frage auseinander, wie eine KI die Bedeutung von Worten auslesen kann. Daraus ist die Idee entstanden, diesen Ansatz für den medizinischen Bereich zu optimieren.
„Im Internet teilen Millionen von Menschen ihre medizinischen Erfahrungen, ohne dass diese systematisch ausgewertet werden“, sagt er. „Dies wollen wir mit KI leisten – und damit die Medizin verbessern.“ So ließen sich unbekannte Nebenwirkungen aufdecken, die Behandlungserfahrungen von Patienten erfassen und damit die Medikamentenforschung voranbringen.
Aus dieser Idee ist 2015 das Bielefelder Start-up Semalytix entstanden, das Jaskolski gemeinsam mit vier Studienfreunden gründete. Nun hat sich der Venture Fonds der NRW Bank mit zwei Millionen Euro an dem Start-up beteiligt, wie Handelsblatt Inside erfuhr. Dem Investment war 2020 bereits eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,3 Millionen Euro vorausgegangen, an der sich unter anderem Fly Ventures beteiligte.