Immobilien: Wie das Homeoffice die Wohnungsnot lindern könnte – und was dagegen spricht
Auf dem Grundstück westlich der Altstadt von Nürnberg sollen rund 1100 Wohnungen entstehen.
Foto: Gerchgroup AGFrankfurt. Es ist ein steinerner Koloss, an dem die Zeit vorbeigegangen ist. Rund 250.000 Quadratmeter umfasst die einstige Zentrale des Versandhauses Quelle im Westen Nürnbergs. Doch mit der Insolvenz des Großunternehmens im Jahr 2009 fiel das gigantische Bauwerk in einen Dornröschenschlaf.
Lange suchte die Stadt nach einer Lösung, aber die Investorensuche gestaltete sich schwierig. Inzwischen jedoch gibt es einen neuen Eigentümer – und der will das Gebäude nun einem neuen Zweck zuführen. Entstehen soll bis 2024 aus der einstigen Zentrale ein großes Quartier unter dem Namen „The Q“ – mit rund 1100 Wohnungen.
Pläne wie in Nürnberg sind gerade in ganz Deutschland in Mode. Durch die Coronakrise hat sich die Tendenz zur Umwandlung von einstigen Büroflächen in Wohnanlagen noch einmal beschleunigt. Denn auch nach der Coronakrise dürfte das Homeoffice eine größere Rolle spielen als vorher, glauben Experten.
Das könnte Raum für neue Wohnungen bieten. Etwa 235.000 Wohnungen in innerstädtischen Bereichen könnten so bis 2025 aus bisherigen Büroflächen entstehen, errechnete das Kieler Bau-Beratungsinstitut Arge in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Verbände hoffen darauf. Doch wie realistisch ist das? Im Folgenden ein Überblick darüber, was Experten, Politik und Immobilienmanager denken.