Börsengang: Milliardendeals mit Spacs: Auch Asiens Einhörner drängen an die US-Börsen
Viele Unternehmen suchen den schnellen Weg an den US-Kapitalmarkt.
Foto: © 2020 Bloomberg Finance LPBangkok. Im Alltag der Großstadtbewohner in Südostasien hat sich ein Start-up binnen weniger Jahre unverzichtbar gemacht. Mit der App von Grab buchen sie Taxifahrten und lassen sich das Abendessen vor die Haustür liefern. Die freiberuflichen Mitarbeiter des Unternehmens gehen für die Kunden auch im Supermarkt einkaufen.
Gleichzeitig vermittelt die Smartphone-Anwendung Versicherungen und Kredite – und vertreibt Geldanlageprodukte mit einer Mindestanlagesumme von weniger als einem Euro.
Mit den Angeboten erreichte Grab zuletzt mehr als 187 Millionen regelmäßige Nutzer in acht Ländern – von Thailand über Singapur bis nach Indonesien. Nun will das acht Jahre alte Start-up seine Erfolge an der Börse zu Geld machen.
Grab plant dafür offenbar den Zusammenschluss mit einer in den USA gelisteten Mantelgesellschaft, einer sogenannten „Special Purpose Acquisition Company“ – kurz Spac. Ein derzeit diskutierter Deal würde Grab Medienberichten zufolge mit 40 Milliarden Dollar bewerten. Die südostasiatische Super-App wäre damit die bisher wertvollste Firma, die via Spac den Weg an die Börse findet.