Aktie unter der Lupe: Die Fresenius-Aktie ist preiswert wie nie – aber auch attraktiv?
Aktionäre warten seit Jahren auf höhere Kurse.
Foto: dpaDüsseldorf, Frankfurt. Lange Zeit kannte Fresenius nur die Richtung nach oben. Das galt für die Umsätze und Gewinne genauso wie für die Dividende und Aktie. Das ist vorbei: In den vergangenen vier Jahren hat sich der Kurs halbiert – ohne dass die Gewinne gesunken sind. Das macht die Aktie sehr preiswert.
Analysten erwarten für das laufende Jahr im Durchschnitt einen Gewinn nach Steuern von 1,7 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Kurs zu Gewinn je Aktie (KGV) liegt bei 11,8. Das ist ungewöhnlich wenig, denn der Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte bewegt sich bei rund 20. Aus einem jahrzehntelangen Bewertungsaufschlag wurde ein Abschlag.
Mehr noch: Wer heute einsteigt, erwirbt die Anteilsscheine des Unternehmens mit einem historisch niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,3. Das Unternehmen wird also mit dem 1,3-fachen Wert des in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapitals bewertet. Diese an den Finanzmärkten wichtige Kennzahl liegt aktuell 50 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre. Solch einen hohen Abschlag gibt es derzeit bei keinem anderen Dax-Wert.