Handelsbeziehungen: Großbritannien und Indien schließen Handelsabkommen
Die britische Handelsministerin setzt sich für ein Freihandelsabkommen mit Indien ein.
Foto: ReutersLondon. Großbritannien und Indien haben ein Handelsabkommen geschlossen, das Investitionen vorsieht und einen Umfang in Höhe von einer Milliarde Pfund (1,15 Milliarden Euro) hat. Das gab die britische Regierung vor einer am Dienstag geplanten Videoschalte von Premierminister Boris Johnson mit seinem indischen Kollegen Narendra Modi bekannt.
Darin sei auch eine Vereinbarung über eine Investition des weltgrößten Impfstoffherstellers Serum Institute über 240 Millionen Pfund in Großbritannien enthalten, um Studien und Forschung zu ermöglichen.
Es wurde erwartet, dass Johnson und Modi eine tiefere Kooperation ihrer Länder vereinbaren, die den Weg zu einem Freihandelsabkommen bahnen könnte. London strebt seit dem Brexit solche Abkommen mit Ländern außerhalb der EU an.
Der Handel zwischen Großbritannien und Indien hat ein jährliches Volumen von rund 23 Milliarden Pfund, das sind weniger als fünf Prozent des britischen Handels mit der EU.
Die britische Handelsministerin Liz Truss gab am Dienstagmorgen beim Sender „Sky News“ bekannt, dass Großbritannien und Indien noch in diesem Jahr mit den Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen beginnen wollen. Großbritannien strebe dabei an, die indischen Zölle auf importierte Autos und Whisky als Teil eines solchen Abkommens zu senken oder sogar ganz zu beseitigen.