Bonds: Fußball-Anleihen: Warum Rendite oft nur ein Nebenaspekt ist
Den Verein belasten Verbindlichkeiten von mehr als 200 Millionen Euro.
Foto: APDüsseldorf. Schalke rennt an, Schalke schwitzt, Schalke erholt sich: Nach dem schmerzhaften, aber letztlich nicht mehr überraschenden Abstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga bereitet sich der FC Schalke 04 in diesen Tagen im Trainingslager in Österreich auf die „Mission Wiederaufstieg“ vor. In etwas mehr als zwei Wochen startet die neue Saison – erstmals seit 30 Jahren wird in Gelsenkirchen wieder Zweitliga-Fußball gespielt.
Parallel dazu bleibt die finanzielle Situation des Vereins mehr als angespannt. Auch am Kapitalmarkt ist der erhoffte Befreiungsschlag ausgeblieben. Am Donnerstag zahlte der Verein fristgerecht eine fünfjährige Anleihe (2016/21) mit einem Volumen von 15,89 Millionen Euro zurück – Geld, das in den klammen Kassen des Vereins eigentlich dringend benötigt wird.
Diesen Abfluss hatte Schalke eigentlich komplett durch die Auflage einer neuen fünfjährigen Anleihe refinanzieren wollen (2021/26). Doch das misslang. Anleger zeichneten nur im Volumen von 8,9 Millionen Euro, wie der Verein zum Wochenanfang bekanntgab. Die Differenz muss der Klub nun auf andere Art und Weise beschaffen. Die Vorsicht der Investoren beweist: Fußballbezogene Produkte haben auf dem Kapitalmarkt einen schweren Stand.