Ferienhäuser: Auf den Inseln zahlen Hauskäufer Liebhaberpreise, kühle Rechner gehen aufs Festland
Die Preisspanne für Luxushäuser auf der Insel liegt zwischen 8,5 Millionen und 16 Millionen Euro.
Foto: Thomas Rabsch/laifHamburg. Der Titel der Studie trifft einen Nerv: „Sylt – eine Insel nur für Reiche?“, fragt die TU Berlin in einer Untersuchung, die die Hochschule derzeit im Hauptort Westerland durchführt. Studierende führen Interviews mit Bürgern, bei einer Stadtbegehung entstehen Ideen für ein neues Entwicklungskonzept. „Den Titel des Projekts finde ich auch nicht wirklich neutral, bin daher sehr auf das von uns nicht beeinflusste Ergebnis gespannt“, sagt Bürgermeister Nikolas Häckel.
Klar ist schon jetzt: Der Trend zu Inlandsreisen in der Corona-Pandemie hat den Immobilienmarkt auf Deutschlands exklusivster Insel noch einmal angeheizt. Selbst Makler erklären die auf Sylt gezahlten Preise inzwischen mit einem Liebhaberaufschlag. Wem es nur um die Nähe zum Meer und weniger um gesellschaftliches Leben geht, findet auf den benachbarten Inseln ein ähnliches Angebot zu etwas niedrigeren Preisen – oder kann aufs Festland ausweichen.
Laut einer Untersuchung des Maklerhauses Engel & Völkers sind die Preise für hochwertige Wohnungen auf Sylt innerhalb eines Jahres rasant gestiegen. Wurden 2020 noch zwischen 12.000 und 18.000 Euro je Quadratmeter gezahlt, sind es 2021 schon zwischen 16.000 und 20.000 Euro. Bei Luxushäusern ist die Steigerung nicht ganz so stark, allerdings liegt die Spanne hier bereits zwischen 8,5 Millionen und 16 Millionen Euro.