Industriestandort Deutschland: Dekarbonisierung, Digitalisierung, Decoupling: Vor diesen Herausforderungen steht der Maschinenbau
Der Maschinenbau hat die Krise noch nicht vollständig überwunden – wächst aber kräftig.
Foto: dpaDüsseldorf. Zusammen beschäftigen sie rund 1,3 Millionen Menschen – und zählen als Innovatoren für das produzierende Gewerbe zum industriellen Rückgrat des Landes: Doch die deutschen Maschinenbauer wurden schwer von der Coronakrise getroffen.
Während andere Wirtschaftszweige längst wieder zum Vorkrisenniveau zurückgekehrt sind, werden sich die Maschinenbauer erst im kommenden Jahr vom Corona-Rückschlag erholen, so die aktuelle Prognose des Verbandes deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA).
Der Grund der Verzögerung: Wenn Firmen weltweit ihre Fabriken herunterfahren, spüren die Maschinenbauer die Investitionszurückhaltung zuerst und profitieren vom Aufschwung zuletzt. VDMA-Präsident Karl Haeusgen zeigt sich daher optimistisch: „Das Wachstum im Maschinenbau ist derzeit ungewöhnlich hoch.“
Das Handelsblatt traf ihn und drei weitere Spitzenführungskräfte digital zum Gespräch – und sprach vor der Bundestagswahl mit ihnen über die fünf größten Herausforderungen der Branche für die kommenden Jahre.