Razzia: Zweifel an den Finanzen: Staatsanwälte durchsuchen den Leuchtspezialisten Deutsche Lichtmiete in Oldenburg
Helle Werkshallen dank Deutscher Lichtmiete. Die LED-Beleuchtung für Hydro Aluminium nennt das Unternehmen als Referenzprojekt.
Foto: Axel Hartmann FotografieBerlin. Die Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Oldenburg hat am Mittwoch Geschäftsräume der Deutschen Lichtmiete AG und ihrer Tochterfirmen durchsuchen lassen. Die Strafverfolger ermitteln gegen vier Verantwortliche „wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Betrugs“, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.
Auf Basis von Beschlüssen des Oldenburger Amtsgerichts hätten Polizei und Staatsanwaltschaft auch Wohnräume der Beschuldigten durchsucht, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Namen der Beschuldigten nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Geschäftsführung von Lichtmiete reagierte am Abend und bestätigte die Hausdurchsuchungen in ihren Betriebsräumen.
Vorstand Alexander Hahn erklärte: „Die Deutsche Lichtmiete kooperiert vollumfänglich mit den ermittelnden Behörden. Wir werden im Interesse unserer Mitarbeiter, Investoren und der weiteren Beteiligten aktiv dazu beitragen, die Vorwürfe schnellstmöglich aufzuklären.“ Hahn bat um Verständnis, dass sich das Unternehmen zunächst nicht weiter äußern könne, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.
Die Unternehmensgruppe Deutsche Lichtmiete bietet für die Industrie Beleuchtungslösungen zur Vermietung an. Das Geschäftskonzept lautet „Light as a Service“, heißt es auf der Webseite. Werbefotos zeigen hell erleuchtete Lagerhallen und Flugzeughangars. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben mehr als 700 Modernisierungsprojekte in den Bereichen Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen umgesetzt – für Kommunen, Einzelhandel, Mittelstand und Großunternehmen.