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Großbritannien„Tod durch tausend Stiche“ – So wankt Boris Johnson seinem politischen Ende entgegen

Der britische Premier kämpft um sein Amt. Doch immer neue Details seiner Feierlust kommen ans Licht, immer mehr Getreue wenden sich ab. Anatomie eines Skandals.Carsten Volkery 03.02.2022 - 21:08 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Ein Prosit der Geselligkeit – der britische Regierungschef steht wegen „Partygate“ massiv unter Druck.

Foto: dpa [M]

London. Beim englischen Buchmacher William Hill wird die ganze Misere von Boris Johnson deutlich. Bei Hill kann man jetzt auf das Aus des britischen Premierministers wetten. Wer zehn Pfund darauf setzt, dass der Regierungschef das Jahr nicht übersteht, erhält bei einem Gewinn aktuell 15,71 Pfund zurück. Die Quote ist deshalb so niedrig, weil das Szenario nach Johnsons „Partygate“-Skandal als ziemlich wahrscheinlich gilt.

Die Zukunft des Premierministers ist zum bestimmenden Thema im Königreich geworden. Was im Dezember mit einem Zeitungsbericht über eine Lockdown-Weihnachtsfeier in der Downing Street begann, ist zu einer Staatsaffäre mit immer neuen Enthüllungen über weitere mutmaßlich illegale Partys herangewachsen.

Auch acht Wochen später scheint die Empörung der Briten über Johnsons Heuchelei nicht nachzulassen, der der Bevölkerung das Zuhausebleiben vorschrieb, selbst aber feiern ging. Zwei Drittel fordern Umfragen zufolge mittlerweile seinen Rücktritt. Im Unterschied zu früheren Johnson-Skandalen hält „Partygate“ sich hartnäckig in den Schlagzeilen – zum großen Verdruss des Regierungschefs.

Kein Sorry und kein Ablenkungsmanöver haben bisher verfangen. Stattdessen fiebert das Land jeder neuen Wendung entgegen, während Scotland Yard wegen der mutmaßlichen Corona-Regelverstöße ermittelt. Die Umfragen legten nahe, dass die Marke des Premiers nicht mehr zu reparieren sei, sagt der Meinungsforscher James Johnson. „Anders als Trump, mit dem er oft verglichen wird, hat Boris Johnson keine Anhängerschaft im Land, die in jedem Fall zu ihm hält.“

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