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Ukraine-KriegKämpfe in mehreren Städten, Fluchtbewegungen gen Westen – Bilder des Krieges

Hunderttausende Ukrainer flüchten aus ihrem Land. Gekämpft wurde in der Nacht um mehrere Städte – unter anderem um Mariupol, Charkiw und die Hauptstadt Kiew. 03.03.2022 - 14:28 Uhr Artikel anhören

Der zentrale Platz der Stadt liegt nach dem Beschuss des Rathauses in Trümmern. Russische Granaten beschossen am Dienstag zivile Ziele Charkiws.

Foto: dpa

Kiew, Düsseldorf. Der Krieg in der Ukraine hat innerhalb von einer Woche mehr als eine Million Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Das seien mehr als zwei Prozent der ukrainischen Bevölkerung, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk am Donnerstag mit.

Die russischen Truppen setzten auch in der Nacht ihre Angriffe fort, vor allem auf die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw. Mariupol im Süden war eingekreist und auch um die Stadt Cherson wurde trotz widersprüchlicher Informationen offenbar noch gekämpft.

Flüchtlinge aus der Ukraine kommen am Nyugati-Bahnhof in Budapest an.

Foto: dpa

In Charkiw drängte sich nach tagelangem Beschuss durch russische Artillerie und Bomben wieder eine große Menschenmenge am Bahnhof. Alle wollten in Züge gelangen, oft ohne zu wissen, wo diese überhaupt hinfahren würden.

Der örtliche Milizionär Valery trägt ein Kind, während er einer fliehenden Familie über eine von Artillerie zerstörte Brücke am Stadtrand von Kiew hilft.

Foto: dpa

In Kiew konnten Reporter der Nachrichtenagentur AP mindestens eine Explosion hören. Im Internet zirkulierten Videos von russischen Angriffen auf die Hauptstadt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, ein Rundfunkgebäude im Viertel Lysa Hora südlich des Zentrums sei mit Präzisionswaffen getroffen worden. Opfer habe es keine gegeben.

Dieses von Maxar Technologies bereitgestellte Satellitenbild zeigt einen Militärkonvoi nordwestlich von der ukrainischen Stadt Invankiv.

Foto: dpa

Das britische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, dass gleichzeitig der riesige russische Militärkonvoi außerhalb der Stadt in den vergangenen Tagen nicht wirklich vorangekommen sei. Gründe seien der erbitterte Widerstand der Ukrainer, mechanische Probleme und die Tatsache, dass sich die russischen Fahrzeuge gegenseitig blockierten.

Arbeiter laden Betonplatten, während ein bewaffneter ukrainischer Mann Wache steht.

Foto: dpa

Der ukrainische Generalstab erklärte, die russischen Truppen außerhalb Kiews würden sich neu formieren und versuchten, den nördlichen Stadtrand zu erreichen.

Dieses vom ukrainischen Rettungsdienst veröffentlichte Foto zeigt Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die die Schäden des Gebäudes begutachten.

Foto: dpa

Trotz schweren russischen Beschusses seien die Städte Charkiw, Tschernihiw und Mariupol weiter in ukrainischer Hand, berichtete das britische Verteidigungsministerium auf Grundlage von Geheimdienstinformationen.

Bis zu 2000 Menschen finden Schutz in diesem ehemaligen Sportcenter.

Foto: AP

Mariupol sei aber eingekreist. Das ukrainische Militär teilte mit, die Russen hätten ihr Ziel nicht erreicht, die große Hafenstadt einzunehmen.

Russland hat die Stadt nach eigenen Angaben eingenommen.

Foto: via REUTERS

Mit Cherson haben die russischen Truppen die erste größere Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Das Gebäude der Regionalverwaltung im Süden des Landes sei in der Hand der Russen, bestätigte der Gouverneur der Region, Gennadij Lahuta. Er und andere Funktionäre würden aber weiterhin ihre Pflichten ausüben, sagte er.

Im Krieg werden auch die Lebensmittel knapp.

Foto: dpa

Zuvor hatte es widersprüchliche Angaben darüber gegeben ob die strategisch wichtige Hafenstadt mit rund 280.000 Einwohnern wirklich an die Russen gefallen war. Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits am Mittwoch die Eroberung von Cherson verkündet, was die ukrainische Regierung aber dementierte.

In der Hauptstadt nutzen Menschen die U-Bahn-Schächte als Luftschutzbunker.

Foto: dpa

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski rief seine Landsleute auf, weiter Widerstand zu leisten. „Wir sind ein Volk, das innerhalb einer Woche die Pläne des Feindes zerstört hat“, sagte er. „Sie werden hier keine Ruhe haben.“ Mit Blick auf die russischen Soldaten sagte Selenski: „Das sind keine Krieger einer Supermacht. Das sind verwirrte Kinder, die benutzt worden sind.“

Menschen betrachten die ausgebrannten Überreste russischer Militärfahrzeuge auf einer Straße.

Foto: AP

Nach russischer Darstellung kamen in der ersten Kriegswoche rund 500 eigene Soldaten ums Leben, der ukrainische Generalstab sprach von 9000 russischen Opfern, ohne allerdings aufzuschlüsseln, ob damit vielleicht auch Verletzte gemeint waren. Die russischen Verwundeten wurden teils nach Belarus gebracht.

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Ein Arzt des Krankenhauses in der belarussischen Region Gomel erklärte, seit Montag seien verletzte Soldaten eingetroffen. „Ich hoffe sie sperren mich nicht ein, weil ich das mitgeteilt habe.“

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